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Fatwa-Sammlung

 

Im Netz findet man zwar auf vielen Seiten umfangreiche Informationen zu diversen Fatwas, womit man eigentlich nur die entsprechenden Links hier sammeln könnte, jedoch müssen wir damit rechnen, dass diese Links auch einmal verschwinden können. Deshalb hier eine kleine Sammlung wichtiger Fatwas, welche wir uns bei unseren Aktivitäten immer vor Augen halten.

Was ist eine Fatwa?

Fatwas (oder eigentlich im Plural: Fatawa) sind Rechtsgutachten islamischer Gelehrter. Diese Gelehrten erläutern durch eine schriftliche Beurteilung einer bestimmten Frage des islamischen Rechts ihre persönliche Einschätzung. Fatwas werden in eigener Sache oder im Auftrag einer Institution oder eines Herrschers erlassen. (Mehr lesen)

 

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Weitere Info-Links

 

Institut für Islamfragen

Fatwas - Islamische Rechtsgutachten

Terror-Fatwas

Blogs über Fatwas

 

 


 



Fatwa zu der Frage, ob man Behörden im Notfall belügen darf

Eine Scheintrennung ist von der Ehefrau erlaubt, wenn in einem nicht-islamischen Land dadurch das Verbot der Polygamie umgangen werden kann.

Von dem ägyptischen Theologen Jamal al-Banna, dem Bruder des Gründers der ägyptischen Muslimbruderschaft Hassan al-Banna (Institut für Islamfragen, dh, 26.09.2008)

Der einflussreiche ägyptische Theologe und Intellektuelle Jamal al-Banna hat sich nach Bericht von „alarabiya.net“ Ende August 2008 zu der Frage geäußert, ob ein Muslim, der in einem westlichen Land lebt und mit zwei Frauen verheiratet ist, sich von einer dieser Frauen zum Schein trennen darf, so dass er offiziell nur eine Ehefrau hat und damit nicht gegen das dortige Gesetz verstößt. Auf diese Weise, so al-Banna, kann der Ehemann sein Eheleben mit der pro forma geschiedenen Ehefrau weiterführen, weil diese offiziell dann nur noch eine Geliebte sei.

Al-Banna empfahl muslimischen Ehemännern, die mit mehr als zwei Ehefrauen verheiratet sind, sich an die Gesetze der nicht-islamischen Länder zu halten. Da diese Gesetze die Polygamie verbieten, kann ein Muslim dort offiziell nur eine Frau als seine Ehefrau benennen, während die andere als Geliebte gelten muss. Auf diese Weise kann er seine zwei Ehefrauen behalten, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen.

Al-Banna unterstrich, dass ein solches Verhalten nicht gegen die Lehren des Islam verstößt, denn: "Ursprünglich wurde der Heiratsvertrag nur in mündlicher Form und nicht in schriftlicher Form geschlossen.

Quelle


 

 


 



Fatwa zu der Frage, ob man Gräber mit Blumen schmücken darf

Rechtsgutachten-Nr: 13451/4023 vom 31.05.2004

Vom Stammrechtsgutachtergremium für wissenschaftliche Forschung und Rechtsgutachten unter der Leitung des ehemaligen, offiziellen Rechtsgutachters Saudi-Arabiens, Abdul Aziz Ibn Baz (Institut für Islamfragen, dh, 15.06.2009)

Frage „Darf man Gräber mit Blumen schmücken?“

Antwort "Das Aufstellen von Blumen auf Gräbern der Märtyrer oder anderer Toten und das Einrichten der Gräber für bekannte oder unbekannte Soldaten sind Häresien, die von Muslimen ins Leben gerufen wurden, die enge Beziehungen zu den Ländern der Ungläubigen haben. Diese [fehlgeleiteten Muslime] befürworten, was die Gottlosen mit ihren Toten tun. Dies ist rechtlich verboten, weil es als Nachahmung der Ungläubigen gilt. Allahs Prophet hat davor gewarnt: 'Ich bin mit dem Schwert gesandt, so dass einzig Allah ohne Gefährten angebetet wird' ... 'Elend und Erniedrigung sind das Schicksal derjenigen, die meinen Befehlen widersprechen', 'Wer ein Volk nachahmt, wird zum Angehörigen dieses Volkes' ... Dies wurde von Ahmad [u.a.] überliefert. Und [Muhammad sagte ebenfalls]: 'Ihr [Muslime] werdet die Bräuche Eurer Vorväter in den kleinsten Details nachahmen. Selbst wenn einer von jenen [den Vorvätern] in ein Loch einer Eidechse getreten wäre, würdet ihr [Muslime] ebenfalls in dieses Loch treten'. Diese Überlieferung wurde von al-Hakim unter Berufung auf Muslim [einen der bedeutendsten Überlieferer] tradiert.“ [Hier folgen die Namen weiterer Autoritäten unter den Überlieferern, die diese Überlieferung als glaubwürdig einstuften].

"Eine Feier für Märtyrer zu organisieren und stehend eine Schweigeminute für sie zu absolvieren, ist Häresie. Dies wurde weder von Allahs Prophet so gehalten, noch von seinen Gefährten und Nachfolgern, noch von den muslimischen Führern in den ersten Jahrhunderten [nach dem Tod Muhammads]. Es ist bewiesen [d.h., auf eine authentische Überlieferung zurückgehend], dass Allahs Propheten sagte: 'Wer eine Lehre erfindet, die nicht [im Islam] vorhanden ist, ist [vom Islam] abgefallen'."

Quelle

 

 


 



Fatwa zum Thema " Strafe für Homosexualität"

Unterschiedliche Strafen können angeordnet werden

Von einer der obersten sunnitischen Rechtsgutachterautoritäten, Dr. Yusuf al-Qaradawi (Institut für Islamfragen, dh, 03.07.2009)

Frage „Sieht der Koran eine Bestrafung für Homosexualität vor?“

Antwort "Jeder, der sexuell abnorme Verhaltensweisen zeigt, wird mit der Strafe für Ehebruch belegt, wie es im Koran vorgeschrieben ist: ' Und kommt der Unzucht nicht nahe; seht, das ist eine Schändlichkeit und ein übler Weg' (Sure 17, 32). Allah nannte die Tat von Lots Volk ebenfalls eine Schandtat: 'Wollt ihr eine Schandtat begehen, wie sie keiner in der Welt vor euch je begangen hat?' (Sure 7, 80) Die Schändlichkeit ist verboten: 'Ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen' (Sure 6, 151).

Die [islamischen] Rechtsschulen sind sich bezüglich der Bestrafung der Homosexualität nicht einig. Einige unterscheiden [bei der Bestrafung] zwischen einem verheirateten und unverheirateten [Homosexuellen]. Andere schreiben vor, Homosexuelle von einem hoch gelegenen Ort hinunter zu stoßen, genauso wie Allah es mit dem Volk Lots getan hat. Andere Gelehrte schreiben vor, Homosexuelle zu verbrennen. Wir können von diesen Strafen diejenigen einsetzen, die zu unserer Zeit am besten passen."

Quelle

 

 


 



Fatwa zu der Frage, ob Juden und Christen aus muslimischer Sicht als Ungläubige gelten

Erscheinungsdatum des Rechtsgutachtens: 31.2.2002

Vom prominenten muslimischen Geistlichen Dr. Jusuf al-Qaradawi (Institut für Islamfragen, dh, 07.03.2009)

Frage Gelten Juden und Christen im Islam als Ungläubige?

Antwort "Das Wort 'ungläubig' beinhaltet mehrere Bedeutungen. Manchmal bedeutet es 'Atheist', d. h. es wird eine Person damit bezeichnet, die weder an Allah noch an den Gerichtstag glaubt. Dies gilt nicht für Juden und Christen. Juden und Christen gelten als Ungläubige, weil sie nicht an die Botschaft [Muhammads] glauben. Jeder, der nicht an die Botschaft Muhammads glaubt, ist ungläubig."

Quelle


 

 


 



Fatwa zu der Frage, ob man Christen und Juden zu ihren Feiertagen beglückwünschen darf

Diese Art der Anerkennung [der Juden und Christen] ist abzulehnen

Vom Rechtsgutachter Scheich Ahmad Bawadi (Institut für Islamfragen, dh, 13.02.2009)

Frage Darf man Christen und Juden zu ihren Feiertagen beglückwünschen, um dadurch Toleranz und ein gutes Miteinander zu zeigen?

Antwort "Allah hat [im Koran] gesagt: 'Verkündige den Heuchlern die frohe Botschaft, dass ihnen eine schmerzliche Strafe zuteil werde; jenen, die sich Ungläubige als Freunde anstelle der Gläubigen nehmen. Suchen sie etwa Macht und Ansehen bei ihnen? Wahrlich, Allah allein gehört alle Erhabenheit' (Sure 4,138-139). Also, was für Anliegen kann ein Muslim haben, wenn er ihnen [Christen und Juden] zu ihren Feiertagen beglückwünscht? ...

Wenn das Anliegen [eines Muslims] ist, [Juden und Christen] dadurch Liebe und Freundlichkeit zu zeigen, gilt dies als verboten: 'Du wirst kein Volk finden, das an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt und dabei diejenigen liebt, die sich Allah und Seinem Gesandten widersetzen, selbst wenn es ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Verwandten.' (58,22) ...

"Wer dadurch [durch die Glückwünsche] zeigen möchte, dass der Islam eine tolerante Religion ist, hat wenig Ahnung vom Islam. Die Toleranz kann nicht auf Kosten der Religion [des Islam] ausgeübt werden. Es kann auch nicht auf Kosten der Rechte Allahs praktiziert werden, sondern [nur], wenn es um Rechte anderer Menschen geht. Toleranz erlaubt nicht die Beteiligung an ihrer Falschheit ...

Ein definitiver Beweis dafür ist der Prophet Allahs. Er hat Polytheisten verziehen, die ihm und seinen Weggefährten Schaden zugefügt haben. Aber es gab keine Toleranz und keinen friedlichen Umgang, wenn es um Allahs Rechte ging. Es gab dann nur [Maßnahmen wie das] Abhauen von Köpfen, Gefangennahme von Soldaten, Raub von Eigentum, die Übernahme von Frauen als Konkubinen genommen u. ä....

Das Beglückwünschen von Juden und Christen zu ihren Feiertagen zeigt [diesen gegenüber] Freundlichkeit, Liebe und Loyalität. Hier ist [eine Art] Loyalität vorhanden, die eine Form von Akzeptanz ihrer Falschheit ist, wenn man ihnen zu ihren Feiertagen – wie z. B. Weihnachten - gratuliert ...

Mein muslimischer Bruder ... Du musst ihnen [Juden und Christen] deine Wut und Ablehnung [gegenüber ihren Feiertagen] zeigen. Du darfst sie nicht zu ihren Feiertagen beglückwünschen, noch von ihren Süßigkeiten nehmen ...

Der Scheich des Islam, Ibn Taimiyya, zitierte den Konsens der [muslimischen] Rechtsgelehrten. Er besagt, dass Muslime Christen nichts verkaufen dürfen, was ihnen für die Feiertage nützlich sein kann, wie z. B. Fleisch, Blut, Kleidung, etc. Ihnen [den Christen] darf nicht [von Muslimen] ein Reittier ausgeliehen werden. Ihnen darf an ihren Feiertagen nicht geholfen werden, weil dies ihre Gottlosigkeit unterstützen würde. Die [muslimischen] Machthaber müssen Muslimen so etwas verbieten, weil Allah sagt: 'Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit, doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung.' (Sure 5, 2)".

Quelle


 

 


 



Fatwa zu der Frage, ob ein Muslim eine Nicht-Muslima, insbesondere eine Jüdin oder Christin, heiraten darf

Vom Rechtsgutachter Dr. Jusuf al-Qaradawi (Institut für Islamfragen, dh, 02.03.2009)

Frage Darf ein Muslim eine Jüdin oder Christin heiraten?

Antwort "Um diese Frage genau zu beantworten, müssen wir erstens die Gruppen der Nicht-Muslimas aufzählen. Nichtmuslimas könnten sein:

Eine Polytheistin: Der Koran verbietet die Heirat mit ihr: 'Und heiratet keine Götzenanbeterinnen, ehe sie glauben.

Und eine gläubige Dienerin ist besser als eine Götzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen' (Sure 2,221): und: 'Und haltet nicht am Ehebund mit den ungläubigen Frauen fest' (Sure 60,10).

Dieser Koranvers und die ganze Sure [Sure 60] besagen, dass eine Gottlose eine Götzenanbeterin ist. Sowohl der Text [des Korans und der Überlieferung] als auch der islamische Konsens [unter Gelehrten] verbieten die Heirat mit einer Polytheistin." Eine Atheistin: Ich meine damit eine Frau, die weder eine Religion hat, noch an einen Gott glaube, an einen Gerichtstag, das Prophetentum oder ein Buch [einer Offenbarung]. Die Ehe mit ihr ist stärker verboten als mit einer Polytheistin, weil eine Polytheistin wenigstens an einen Gott glaubt. Die Heirat mit einer Atheistin (z. B. mit einer Kommunistin] ist definitiv verboten.

Eine [vom Islam] Abgefallene: Allah möge uns davor bewahren. Diese [Frau] ist genau wie eine Atheistin.

Wir meinen damit diejenigen, die ungläubig geworden sind, nachdem sie [im Islam] gläubig gewesen waren. Es ändert sich an ihrem Unglauben nichts, egal, ob sie sich einer anderen Religion [als dem Islam] anschließt oder nicht. Es ändert sich auch nichts an ihrem Unglauben, wenn ihre neue Religion eine offenbarte Religion [Judentum oder Christentum] oder eine andere Religion ist. Als Abgefallener [vom Islam] gilt jeder, der den Islam verlässt, um sich dem Kommunismus, Realismus, Christentum, Judentum, Buddhismus, der Baha'i-Religion oder anderem zuzuwenden.

Es ist auch jeder, der den Islam verlassen hat und zu keiner anderen Religion übergetreten ist. Der Islam zwingt keinen Menschen zur Konversion zum Islam.

Ein Mensch, der jedoch freiwillig Muslim geworden ist, darf den Islam nicht wieder verlassen.

Es gibt Regelungen für das diesseitige wie jenseitige Leben für den Abfall vom Islam. Einer, der vom Islam abfällt, wird in die Hölle fahren. Alle seine guten Werke nützen ihm nichts: 'Wer sich aber von euch von seinem Glauben abbringen läßt und als Ungläubiger stirbt - das sind diejenigen, deren Taten wertlos sein werden in dieser Welt und im Jenseits - werden die Bewohner des Feuers sein, und darin werden sie ewig verweilen.' (Sure 2, 217). Einige der Regelungen für das Diesseits bei Abfall vom Islam beinhalten, dass der Abgefallene keinerlei Hilfe oder Unterstützung von seiner muslimischen Gemeinschaft bekommen darf. Ein Muslim darf keine Ehebeziehung mit einer Abgefallenen führen, das gleiche gilt für eine Muslima und einen Abgefallenen.

Wer eine Abgefallene heiratet, hat eine ungültige Ehe geschlossen. Falls eine Ehepartnerin nach der Eheschließung vom Islam abfällt, muss sie von ihrem muslimischen Ehemann zwangsweise getrennt werden.br>
Über diese Regelung sind sich alle muslimischen Religionsgelehrten einig, d. h. sowohl diejenigen, die die Hinrichtung als Strafe für den Abfall vom Islam vorschreiben - dies ist die Mehrheit [arab. al-djumhur] - als auch diejenigen, die nur die [lebenslängliche] Haftstrafe für eine vom Islam abgefallene Frau vorschreiben. Dies sehen die Anhänger der hanafitischen Rechtsschule [einer der vier Rechtsschulen des sunnitischen Islam] bei Abfall vom Islam vor.

Eine Baha'i: Die Heirat mit ihr ist verboten. Falls sie eine ehemalige Muslima ist, gilt sie als Abgefallene ... Falls sie eine ehemalige Christin, Jüdin, Polytheistin o. ä. ist, gilt sie als Polytheistin, weil der Islam ihre ursprüngliche Religion und die Göttlichkeit ihrer ursprünglichen Offenbarung nicht anerkennt. Denn es ist ganz gewiss, dass jedes Prophetentum nach Muhammad abgelehnt und jedes [Offenbarung-]Buch nach dem Koran ungültig ist. Jeder, der behauptet, ein Anhänger einer neuen Religion zu sein, ist nach dem Islam ein Betrüger.

Eine Jüdin oder Christin: Ursprünglich erlaubte der muslimische Konsens die Heirat mit einer Person von den Schriftbesitzern [einer Jüdin oder Christin]. So besagt Sure 5: 'Und ehrbare gläubige Frauen und ehrbare Frauen unter den Leuten, denen vor euch die Schrift gegeben wurde' (Sure 5, 5). Der Sohn von Umar [dem zweiten Kalifen nach Muhammads] hat die Heirat mit einer Jüdin oder Christin verboten.

In der Überlieferungssammlung von al-Bukhari
[dem Überlieferer mit der höchsten Autorität] heißt es, dass er immer, wenn man ihn nach der Heirat mit einer Jüdin oder Christen fragte, antwortete: 'Polytheistinnen sind verboten für die Gläubigen [Muslime].

Damit bezieht er sich auf den Ausspruch Allahs [im Koran]: 'Und heiratet keine Götzenanbeterinnen, ehe sie glauben' (Sure 2, 221) und: 'Ich kenne keine Götzenanbetung, die größer ist als die der Christin, die glaubt, dass Jesus ihr Herr ist.'

Im Allgemeinen darf ein Muslim eine Jüdin oder Christin heiraten, um ihr den Islam lieb zu machen, um die Beziehungen zwischen Muslimen und den Leuten Schrift zu stärken und um die Toleranzgrenze zu erweitern und das Zusammenleben zwischen beiden Seiten zu ermöglichen. Als der Islam die Heirat mit einer Jüdin oder Christin erlaubte, berücksichtigte er zwei Punkte:

[Erstens] Die Leute der Schrift haben eine vom Himmel her offenbarte Religion. Sie ähnelt [dem Glauben] der Muslime, denn sie glauben an Allah, seine Botschaften, den Gerichtstag, moralische Werte [usw.]. Das bringt sie dem Islam nah, weil sie [den Islam] ihre Religion - als Ganzes, wenn auch nicht in den Details - anerkennen und ergänzen mit allem, was nützlich und gut ist.

[Zweitens] Wenn einer von den Leuten der Schrift mit einem bekennenden Muslim in einer wahren muslimischen Gesellschaft unter dem islamischen Gesetz lebt, wird er beeinflusst und beeinflusst nicht andere. Deshalb wird von ihm erwartet, zum Islam überzutreten. Falls er aber glaubensmäßig nicht zum Islam übertritt - was sein Recht ist, weil es keinen Zwang im Islam gibt - tritt dieser Mensch doch durch seine Anpassung an die Gesellschaft und die Tradition [unbewusst] zum Islam über. Das bedeutet, dass dieser Mensch sich in der muslimischen Gesellschaft auflöst, obwohl er glaubensmäßig kein Muslim wird. Infolge dessen gibt es keinen Grund zu fürchten, dass eine Nicht-Muslima ihren Ehemann oder die Kinder [mit ihrem nicht-muslimischen Glauben] beeinflussen könnte, weil der Einfluss der muslimischen Gesellschaft viel größer als ihre Versuche ist." "Schließlich wissen wir, dass die Heirat mit Nicht-Muslimas in unserer Zeit verboten werden sollte, weil sie verschiedene Gefahren heraufbeschwören kann. Sie kann erlaubt werden, wenn es sehr notwendig ist."

Quelle

 

 


 



Fatwa zur Strafe für Beschimpfungen Muhammads

Selbst Reue wendet nicht das Todesurteil ab

Von dem muslimischen Geistlichen und Propagandisten Abu Bakr al-Hanbaly (Institut für Islamfragen, dh, 17.04.2009)

Frage Welche Bestrafung sieht das islamische Gesetz für die Beleidigung Muhammads vor?

Antwort In einem Videointerview mit dem ägyptischen Geistlichen Abu Bakr al-Hanbaly erklärt dieser die Strafe für die Beschimpfung oder Beleidigung Muhammads. Er sagte etwa: "Die [muslimischen] Schriftgelehrten sind sich immer darüber einig gewesen, dass jemand, der den Propheten [Muhammad] beschimpft, beleidigt, degradiert oder seine Religion in irgendeiner Weise schlecht macht, getötet werden muss ... Wenn er Buße tut und Reue zeigt, wird zwar seine Reue von Allah angenommen, er wird jedoch trotzdem getötet. Ihm darf keine Besinnungszeit [arab. Istitaba] verliehen werden: er wird getötet, ganz unabhängig davon, ob er seine Tat bereut und Buße tut oder nicht."

Quelle

 

 


 



Fatwa über die Frage, ob ein Muslim seine Frau zur Verschleierung zwingen darf

Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens/Scheich Jad al-Haq Ali Jad al-Haq [u. a. ein ehemaliger Mufti [Rechtsgutachter] des Staates Ägypten] (Institut für Islamfragen, dh, 28.08.2008)

Frage "Darf ein muslimischer Mann seiner Frau vorschreiben, den Schleier zu tragen?"

Antwort "Allah sagt: 'Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen.' (Sure 24,31) ...

In einem anderen Koranvers sagt Allah: 'O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen.'" (Sure 33,59).

Aischa [eine der Frauen Muhammads] sagte: 'Asma', die Tochter von Abu Bakr, besuchte Allahs Propheten. Sie hatte dünne Kleidung an. Allahs Prophet wandte sich ab von ihr und sagte zu ihr: Oh Asma', wenn die Frau ihre Periode bekommt, darf nichts mehr von ihr zu sehen sein außer diesen [Körperteilen]; er zeigte auf sein Hände und sein Gesicht' ...

Anhand solcher Lehren ist klar, dass Frauen sich verschleiern müssen. Die meisten Gelehrten des Islam sind sich darüber einig, dass Frauen ihren ganzen Körper außer den Händen und dem Gesicht verschleiern müssen ...

Die Mehrheit [der islamischen Rechtsschulen] betrachtet eine Frau, die sich nicht verschleiert, als Sünderin ...

Sowohl der Ehemann als auch der Vater, Bruder oder der Sohn einer Frau haben das Recht, ihre Angehörige zur Verrichtung der göttlich angeordneten Pflichten zu zwingen, sei es die Anbetung Gottes, gute Werke oder ihre Bekleidung. Diese Lehre ist in Allahs Aussage begründet: 'Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben.' (Sure 4,34).

Allah sagt ebenfalls: 'Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen [den Frauen].' (Sure 2,228). Außerdem sagt Allah: 'Und fordere die deinen zum Gebet auf und sei [selbst] darin ausdauernd' (Sure 20,132) …

Der Ehemann hat die Pflicht, seine Frau zur Verschleierung zu zwingen. Er muss dies tun, ansonsten gilt er genau wie sie als Sünder... Falls seine Ehefrau nicht auf ihn angemessen reagiert, muss er sie in der Abfolge, wie im Koran vorgeschrieben, züchtigen: 'Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!' (Sure 4,34) ....

Falls die Ehefrau ihren Ehemann bezüglich der Pflichten [des Islam] nicht gehorcht, muss er sie züchtigen, indem er sie erstmals ermahnt. Die zweite Stufe [der Züchtigung] ist, die Ehefrau im Ehebett zu meiden. Dies heißt, dass er nicht mehr mit ihr in einem Bett schläft. Danach [die dritte Stufe der Züchtigung] schlägt er sie, ohne Spuren an ihrem Körper zu hinterlassen.“

Quelle

 

 


 



Fatwa zu der Frage, wie Koranverse bzw. eine ganze Sure von Allah aus dem Koran entfernt wurden

Das Prinzip der Entfernung von Koranversen erfolgt auf drei verschiedene Arten

Von dem ägyptischen, prominenten muslimischen Gelehrten, Rechtsgutachter und Verkündiger des Islam, Muhammad as-Sughbi (Institut für Islamfragen, dh, 28.08.2009)

Frage "Wie kann es angehen, dass Verse aus dem Koran entfernt wurden?"

Antwort "Das Prinzip der Entfernung von Koranversen [arab. Naskh] erfolgt auf drei Arten:

1. Ein Koranvers samt seiner Rechtskraft wird [von Allah] aus dem Korantext entfernt. Z. B. heißt es in der authentischen Überlieferungssammlung [arab Hadith Sahih] von Imam Ahmad: 'Einer von den Weggefährten des Propheten Muhammads, bzw. einige Männer haben einen Koranvers [von Muhammad persönlich] auswendig gelernt. Dieser wollte den Vers während seines Nachtsgebets rezitieren. Jedoch vergaß er, bzw., vergaßen sie den Koranvers oder sogar die ganze Sure. Sie gingen zu Allahs Propheten, Muhammad, und erzählten es ihm. Allahs Prophet entfernte sich für eine Weile von ihnen. Schließlich kam er wieder zu ihnen zurück und sagte, dass diese ganze Koransure einen Tag zuvor von Allah entfernt worden sei.

2. Die zweite Art der Entfernung ist die Entfernung eines Koransverses aus dem Korantext. Seine Rechtskraft bleibt jedoch gültig, d. h., dass der Vers zwar heute nicht mehr im Korantext existiert, seine Rechtskraft aber gültig bleibt. Ein Beispiel: Der Koranvers zur Steinigung der verheirateten Männer oder Frauen, die Unzucht begehen. Also, wir [Muslime] haben eine Vorschrift zur Steinigungsstrafe. Dies wurde von Umar [dem zweiten Kalifen nach Muhammad] in der authentischen Überlieferungssammlung von al-Bukhari [arab. Sahih al-Bukhari] erwähnt.

3. Die dritte Art der Entfernung [von Texten] ist die Aufhebung der Rechtskraft eines Koranverses trotz der weiteren Existenz dieses Verses im Korantext."

Quelle

Kommentar Diese Frage zielt auf die unter muslimischen Korangelehrten unstrittige Auffassung ab, dass bestimmte Verse oder sogar ganz Suren(Abschnitte) des ursprünglich geoffenbarten Korantextes heute nicht mehr im Koran enthalten sind.

 

 


 



Fatwa zu der Frage, wie müssen Muslime mit Christen umgehen?

Christen haben in muslimischen Ländern nichts verloren oder eine erniedrigte Stellung

Von Dr. Sheich Safr Bin Abdur-Rahman al- Hawali (Institut für Islamfragen, dh, 11.06.2007)

Frage Wer siegen will, soll sich Christen und andere Gottlose nicht als Freunde nehmen [dies ist ein Hinweis auf Sure 5, 51]. Wie sollen wir (Muslime) mit Christen umgehen, die sich in muslimischen Ländern befinden?

Antwort "Christen können in zwei Gruppen eingeordnet werden:

1. Die erste Gruppe sind Christen, die (bestimmte) muslimische Länder nicht betreten dürfen. Es ist unnötig, die relevanten Vorschriften zu erwähnen. Diese Länder befinden sich auf der Arabischen Halbinsel. Auf der Arabischen Halbinsel dürfen sich weder Juden noch Christen befinden, d. h. in den (Ländern, die sich dort befinden) zwischen al-Busra (dem Irak) - wie einige meinen -, Jordanien und Adnan (dem Jemen). Diese (Länder) sind ein Tabu für Juden und Christen. Falls es nötig ist, dass sich ein Christ in einem dieser Länder aufhält, wird er eine dreitägige Aufenthaltserlaubnis bekommen, genau wie Umar [der dritte Nachfolger und Kalif Muhammads] es gehandhabt hat.

2. Die Gruppe [der Christen], die sich außerhalb der Arabischen Insel befindet, kann man in drei Untergruppen aufteilen:

Die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befindlichen Christen, die einen Friedensvertrag [quasi Waffenstillstand] mit Muslimen geschlossen haben und daher Schutzbefohlene sind.
Der Schutzbefohlene ist derjenige, der in al-Shaam [also Syrien, Jordanien, Libanon, Palästina und evt. Jemen und Teilen Saudi-Arabiens] oder Ägypten geboren ist [also derjenige, der in diesen Ländern seine Heimat hat] ...
Er muss Tribut zahlen [an Muslime] zahlen und ist erniedrigt ...
In muslimischen Ländern müssen diese festgesetzten Regeln eingehalten werden. Z. B.:

- Sie [die Nichtmuslime] dürfen weder muslimische Vornamen noch Nachnahmen haben.
- Ihre Häuser dürfen nicht höher als die Häuser der Muslime sein. Ein Christ darf nicht ein dreistöckiges Haus bauen, wenn sein muslimischer Nachbar ein zweistöckiges Haus besitzt.
- Man [ein Muslim] darf sie [die Christen] nicht grüßen [d. h., er darf nicht mit der Begrüßung beginnen, sondern muss warten, bis er von ihnen begrüßt wird].
- Auf Wegen müssen sie [Juden und Christen] abgedrängt werden [nach Muhammads Vorschriften müssen Muslime auf Wegen so gehen, dass für Juden und Christen kaum einen Durchgang gelassen wird], weil Muslime das Vorrecht [d.h. mehr Recht auf die Benutzung von Straßen] auf Straßen haben.
- Sie müssen Kleider tragen, die zeigen, dass sie erniedrigte Schutzbefohlene sind. Selbst ein Kind muss leicht als schutzbefohlenes Christenkind erkennbar sein. Deshalb müssen sie [die Christen] bestimmte Gürtel und Kleider tragen.
- Man [d.h. die Muslime] darf sie [die Christen] nicht ehren, wie man einen Muslim ehrt."


Quelle


 

 


 



Fatwa zu der Frage, wie wird der Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen in islamischen Ländern beurteilt?

Rechtsgutachten Nr.: 19886 vom 22.07.2004

Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens (Institut für Islamfragen, dh,06.11.2008)

Frage Wie beurteilt der Islam den Bau von nichtmuslimischen Gebetshäusern in islamischen Ländern?

Antwort "Imam Ahmad (bin Hanbal) und Abu Dawud überlieferten Ibn Abbas Aussprüche des Propheten Muhammad: 'Es darf keine zwei [verschiedenen] Gebetsrichtungen in einem Land geben. Und ein Muslim zahlt keinen Tribut'. Al-Shaukani bezeichnete in "nail al-autar" die Überlieferer dieser Überlieferung als glaubwürdige Männer."

"Ibn Udai überlieferte von Umar Ibn al-Khattab [dem zweiten Kalifen nach Muhammad]: 'Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch renoviert werden... Die Meinung der Shafiiten wird in 'al-Iqna' (Kap. 2, S. 265-266) von al-Khatib erwähnt. Dort heisst es, dass die Schutzbefohlenen in einem Land, das von Muslimen eingenommen wurde, keine Kirche, keinen Gebetsraum oder ein Kloster bauen dürfen, z. B. in Kairo oder Bagdad. Dies gilt auch in Ländern [oder Regionen], deren Einwohner zum Islam übertraten, z. B. in Medina oder dem Jemen, weil Allahs Prophet sagte: 'Keine Kirche darf im Islam gebaut werden'. Das Bauen einer Kirche ist eine Überschreitung [des Erlaubten]. Deshalb ist dies in einem muslimischen Land nicht erlaubt. Falls Kirchen gebaut wurden, werden sie abgerissen. Es spielt keine Rolle, ob dies [das Verbot des Kirchenbaus] ihnen [den Christen] schon [von muslimischen Machthabern] erläutert wurde oder nicht.
Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese [Gebiete] von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden. Falls Kirchen dort verfallen, dürfen sie nicht wieder aufgebaut werden. Falls wir ein Land durch einen Friedensvertrag erobern, z. B. Jerusalem, der ihnen [den Christen] die Existenz in ihrem Land erlaubt, das uns ab jetzt gehört, wird ihnen das Erhalten und das Bauen von Kirchen gestattet. Falls der Friedensvertrag [mit den Christen] die Kirchen nicht erwähnt, dürfen Kirchen eher nicht gebaut werden. In diesem Fall werden die Kirchen abgerissen."

"Al-Qurtubi, der als Maliki [Vertreter der malikitischen Rechtsschule] gilt, äußerte sich in seiner Auslegung (Kap. 12, S. 70) unter Abschnitt fünf folgendermaßen: 'Ibn Khuais Mindad sagte: Dieser [Koran-]Vers - 'Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden', (Sure 22, 40) - besagt, dass Kirchen und Gebetshäuser der Schutzbefohlenen nicht abgerissen werden dürfen. Sie [die Christen] dürfen jedoch keine [neuen] Kirchen erbauen. Sie dürfen die Größe [ihrer Kirchen] nicht erweitern oder sie erhöhen. Muslime dürfen Kirchen weder betreten noch in ihnen beten. Wenn sie [die Christen] den Bau [der Kirchen] verändern, werden sie abgerissen. Kirchen und Gebetshäuser, die sich in Haus des Krieges befinden, werden abgerissen. Sie [die Christen] dürfen diese [Kirchen zahlenmäßig] nicht vergrößern, weil dies als Demonstration der Gottlosigkeit gilt."

Quelle